Herbstübung von Feuerwehr und DRK

Am Mittwoch, den 27.10.2010 übten die Freiwillige Feuerwehr und das DRK des Ortsvereins Rheinzabern gemeinsam. Als Übungsobjekt diente das Anwesen in der Rappengasse 22.
Es wurde angenommen, dass in der zum Wohnhaus angrenzenden Scheune ein Brand ausgebrochen war. Zwei Erwachsene und drei Kinder wurden in den Nebengebäuden des Anwesens vermisst.

Christof Zirker und Christian Gurdan, die Einsatzleiter der Feuerwehr, leiteten umgehend die Menschenrettung ein. Hierzu wurden drei Trupps unter Atemschutz ins Gebäude geschickt. Besonders die extreme Rauchentwicklung, realisiert durch ein Nebelgerät der Feuerwehr, erschwerte das Auffinden der vermissten Personen. Zudem waren diese über das gesamte Anwesen in den letzten Winkeln versteckt. Ein Mädchen war gar von einer Leiter gestürzt und war ohne Bewusstsein. Fortlaufend, nach ihrem jeweiligen Auffinden, wurden die verletzten Personen an die Helfer des DRK unter der Leitung von Florian Schaaf übergeben und von diesen fachgerecht behandelt und betreut.
Weitere Aufgaben der Feuerwehr waren neben der Menschenrettung auch die Brandbekämpfung und die Sicherstellung der Wasserversorgung. Diese wurde erschwert, da sich auf dem nächst gelegenen Hydranten ein parkendes Auto befand. Es musste auf den 50 Meter weiter entfernten Hydranten zurück gegriffen werden. Mit Verkehrsleitkegeln, Blitzlampen, Hinweisschildern und Lotsen musste der abendliche Verkehr um die Einsatzfahrzeuge geleitet werden. Auch das ist eine sehr wichtige Maßnahme bei der Abwicklung eines Einsatzes, denn diese garantiert die Eigensicherheit der Feuerwehrkräfte.
Nach Abschluss des Übungseinsatzes und der Begrüßung der Anwesenden durch Wehrführer Hubert Zirker informierten die Einsatzleiter die eingeladenen Gäste noch vor Ort im Hof des Anwesens über die getroffenen Einsatzmaßnahmen. Als Übungsbeobachter waren Wehrleiter Hans-Jürgen Lugscheider und Ehrenwehrführer Philipp Schmitt zugegen.
Wehrleiter Hans-Jürgen Lugscheider lobte die Vorgehensweise der Einsatzleitung und das zielgerichtete und umsichtige Vorgehen der Einsatzkräfte. Besondere Anerkennung sprach er auch den Helfern des DRK aus. Weiterhin gab er Tipps, wie man bei zukünftigen Einsätzen das Vorgehen noch etwas optimieren könnte.
Ein ganz besonderer Dank geht an die Eigentümer des Anwesens, Hermann Müller und Michael Gurdan, für die Bereitstellung ihres Gebäudes als Übungsobjekt.
Im Anschluss der Übungsanalyse traf man sich im Gerätehaus zu einem abschließenden Essen.
Ein herzlicher Dank geht an die Inhaber der Metzgerei Böller, die der Feuerwehr zu diesem Zweck warmen Fleischkäse mit Kartoffelsalat spendierten.