Frühjahrsübung



Einsatzübung von Feuerwehr und DRK

Am Freitag den 09.04.2010 veranstaltete die Freiwillige Feuerwehr zusammen mit dem Ortsverein des DRK ihre gemeinsame Frühjahrsübung. Als Übungsobjekt diente die Tiefgarage des Anwesens im Stadtgraben 6.
Annahme war, dass es in der Tiefgarage durch Schweißarbeiten an einem PKW zu einem Fahrzeugbrand kam. Die Garage wurde mittels eines Nebelgerätes sehr stark verqualmt. Die Sichtweite für die Einsatzkräfte betrug weniger als einen Meter. Eine Situation, die im sich im Realfall sicherlich auch so zeigen würde. In der Garage wurden ein Anwohner und drei Kinder vermisst, welche von den Jugendfeuerwehrangehörigen Julian Wagner, Lena und David Kupper sowie von der Nachwuchs-DRK’lerin Melanie Zoller täuschend echt dargestellt wurden.
Die ankommenden Einsatzleiter, Claudius Schmitt und Andreas Wagner, wurden von Klaus Krafft, einem der Hauseigentümer, über den aktuellen Sachstand informiert. Umgehend leiteten diese die Rettungsmaßnahmen ein und ließen zunächst zwei Trupps mit Atemschutz zur Personenrettung vorgehen. Parallel hierzu wurde die Wasserversorgung aufgebaut. Auch die verkehrstechnische Absicherung durfte nicht außer acht gelassen werden. Sehr wichtig bei dem Vorgehen der Atemschutztrupps in die Tiefgarage war, dass sie mit Wasser am Strahlrohr und mit ausreichend Schlauchreserve vorgingen. Diese musste vor dem Treppenabgang auf der Straße aufgebaut werden. Bereit stehende Feuerwehrangehörige führten dann den vorgehenden Trupps die Schlauchleitungen zu.
Durch die organisierte Personensuche im verqualmten Raum konnten die vermissten Personen schnell gefunden und den bereit stehenden Helfern des DRK übergeben werden. Diese übernahmen unter der Leitung von Johannes Gehrlein die weitere medizinische Versorgung der Geretteten.
Unterdessen war auch der Überdrucklüfter in Stellung gebracht worden. Nach Sicherstellung, dass sich eine Abluftöffnung in der Garage befindet, konnte dieser eingesetzt werden. Die somit begonnene Entrauchung der Tiefgarage konnte von den zahlreichen Besuchern optisch sehr gut wahrgenommen werden, da sofort dicke Nebelschwaden aus den Schächten hervor traten. Um eventuellen Durchzündungen der austretenden Rauchgase begegnen zu können, wurden im hinteren und seitlichen Bereich des Gebäudes weitere Strahlrohre in Stellung gebracht.
Nach Abschluss des Übungseinsatzes informierten die Einsatzleiter bei einem Gespräch in der Tiefgarage die eingeladenen Gäste über die Einsatzstrategie und die durchgeführten Maßnahmen. Zu den aufmerksamen Zuhörern gehörten der erste Beigeordnete der Verbandsgemeinde Jörg Scherer, der zweite Beigeordnete der Ortsgemeinde Karlheinz Croneiß, die Fachkraft für Sicherheit der Gemeinde, Raymund Broßart, Wehrleiter Hans-Jürgen Lugscheider und Ehrenwehrführer Philipp Schmitt.
In seiner Übungsanalyse lobte Wehrleiter Hans-Jürgen Lugscheider die umsichtige und sehr gute Einsatztaktik der Einsatzleitung und das fachlich saubere Vorgehen der Einsatzkräfte. Vorbildlich klappte auch die Zusammenarbeit von Feuerwehr und DRK.
Ein ganz besonderer Dank geht an Frau Sabine Krafft, die die vorausgehenden Abstimmungsgespräche mit den weiteren Hauseigentümern getroffen hat. Auch allen Anwohnern des betroffenen Gebäudes gilt ein Dankeschön für die Gestattung dieser Übung. Nur durch realitätsnahe Einsatzszenarien an Echtobjekten ist die Feuerwehr für ihren Einsatz optimal vorbereitet.
Bei der Abschlussbesprechung im Gerätehaus bedankte sich Wehrführer Hubert Zirker bei allen Übungsteilnehmern für das gezeigte Engagement und die Übungsteilnahme. Ein Dankeschön galt auch den Gästen, die ihren Freitagabend dem Dienst der Feuerwehr gewidmet haben.